Flüchtlingsresolution der Region

Hier finden Sie die gemeinsame Resolution zur Flüchtlingssituation der Vorsitzenden der evangelischen Kirchenbezirke Balingen, Sulz, Tuttlingen, Villingen und der katholischen Dekanate Balingen, Rottweil, Schwarzwald-Baar und Tuttlingen Spaichingen

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Initiativen
Caritas informiert

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      das Testament für Menschen in Not

       
     
     
     
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                        Wir machen mit!
Albstadt: Upcycling- aus Alt mach Neu

Videobeitrag zum Upcycling-Projekt der Carmadio Boutique in Albstadt

 

 
Aktion Adventsengel

Aktion „Adventsengel" hilft Familien in Not

Stuttgart, 18. November

In der Adventszeit ruft die Caritas in der Diözese Rottenburg-Stuttgart zur jährlichen Weihnachtsspende auf. Mit der Aktion „Adventsengel" unterstützt der katholische Wohlfahrtsverband Kinder und ihre Familien, die in der Diözese leben und in finanzielle Not geraten sind, darunter auch Flüchtlingskinder und -familien. Die Spenden machen es beispielsweise möglich, dass Kinder ausreichend mit Kleidung für die kalte Jahreszeit ausgestattet sind oder bei Bedarf Nachhilfe erhalten.
Die Spendengelder werden aber auch für die Begleitung von Ehrenamtlichen eingesetzt, die kostenfreie Vorlesenachmittage oder Tanzgruppen für bedürftige Kinder durchführen. „Durch die Weihnachtsspende wird schnelle und unbürokratische Hilfe möglich", erklärt Caritasdirektor Pfarrer Oliver Merkelbach. „Viele Familien geraten durch eine Krankheit, Arbeitslosigkeit oder Scheidung in Not. Als Caritas helfen wir auch da, wo keine staatliche Hilfe geleistet wird. Hier können wir mit der Unterstützung der Spenderinnen und Spender neue Perspektiven schaffen und auch Freude und Hoffnung schenken."

Für die Aktion Adventsengel ist ein Spendenkonto eingerichtet:

IBAN DE63 6012 0500 0001 7088 01
BIC: BFSWDE33STG
Spendenkonto 170 88 01
BLZ 601 205 00 Bank für Sozialwirtschaft

Im vergangenen Jahr wurden durch die Aktion in der Diözese Rottenburg-Stuttgart rund 125.000 Euro gesammelt, die armen Kindern und ihren Familien zugute kamen.

Weitere Informationen zur Aktion unter: www.caritas-spende.de

 
Spenden für Flüchtlinge
 
Kinderarmut

Kinderarmut in einem reichen Land

Kinderarmut in Baden-Württemberg? Ja, die gibt es! Von 7,9% geht die Bertelsmannstiftung (2008) aus. Das wären 123.000 Kinder im Alter bis zu 15 Jahren.

Was ist Kinderarmut?

Kinderarmut ist etwas Eigenständiges.
Arme Kinder sind nicht einfach "mitbetroffene Angehörige" von armen Familien. Hierbei geht es nicht nur um die Beschaffung fehlender Mittel für ein einfaches alltägliches Leben. Armut bedeutet für die Kinder, dass sie in mehreren wichtigen 
Lebensbereichen keine oder nur unzureichende Möglichkeiten haben, sich entwickeln zu können. ... mehr

 
Gesucht!

Caritas sucht Ehrenamtliche!

In unseren Zentren und Diensten haben Sie verschiedene Möglichkeiten sich ehrenamtlich zu engagieren:

 
www.caritas-gegen-missbrauch.de
 
Zertifiziert

Die Caritas Schwarzwald-Alb-Donau ist gemäß AZAV (Akkreditierungs und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung) nach dem Recht der Arbeitsförderung für den Geltungsbereich "Aktivierung und berufliche Eingliederunng" entsprechend des § 45 SGB II zertifiziert.

 
www.1000-neue-chancen.de

... hier  geht es zum Kurzprofil der regionalen Netzwerkpartner.

 
Aktuelles aus Rottweil
18.01.2016

Caritas sagt Nein zu Gewalt

Wohlfahrtsverband bekennt sich weiterhin zu Willkommenskultur

Stuttgart, 18. Januar 2016 – Ob sexualisierte Gewalt gegen Frauen oder rechtspopulistische Gewalt gegen Fremde: die Caritas in Baden-Württemberg verurteilt jede Form von Übergriffen gegen andere aufs Schärfste. „Gewalt bleibt Gewalt und ist inakzeptabel - egal von wem sie ausgeht und gegen wen sie sich richtet“, so die beiden Caritasdirektoren Monsignore Bernhard Appel (Freiburg) und Pfarrer Oliver Merkelbach (Rottenburg-Stuttgart). Wer auch immer Gewalt gegen andere ausübt, müsse „entschieden und mit allen Mitteln des Rechtsstaates zur Rechenschaft gezogen werden“.
Anlässlich des kirchlichen Gedenktages für Flüchtlinge und Migranten warnen die baden-württembergischen Caritasdirektoren allerdings vor vorschnellen Pauschalverurteilungen. „Auch wenn das Gastrecht von einigen schändlich missbraucht  wurde, dürfen wir uns jetzt nicht dazu hinreißen lassen, Flüchtlinge unter Generalverdacht zu stellen.“ Es könne nicht sein, dass „eine kriminelle Minderheit“ den Blick dafür verstelle, dass Flüchtlinge Menschen sind, die schweres Leid hinter sich haben und in Europa für sich und ihre Familie eine Zukunft suchten. Auch weiterhin werde sich die Caritas aktiv und mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln für ein respektvolles und friedliches Miteinander und für Mitmenschlichkeit einsetzen. Dabei spiele weder Herkunft noch Geschlecht eine Rolle. 
Ausdrücklich betonen Merkelbach und Appel: „Wir haben mit unserer Willkommenskultur schon viel erreicht und lassen uns von gewaltsamen Ausschreitungen auch nicht davon abbringen, unseren bisher eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen.“ Das bisherige Ziel, diejenigen Flüchtlinge, die bei uns bleiben, gut zu integrieren, dürfe nicht aus dem Blick geraten.

Herausgegeben von der Caritas Baden Württemberg

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04.01.2016

Weihnachtswünsche von Kindern erfüllt

Mitarbeiter/innen der Firma LIDL überreichen dem Caritas Zentrum in Rottweil Geschenke für bedürftige Kinder

Zur Freude von Harald Fallert-Hepp, dem Leiter des Caritas-Zentrums Rottweil, konnte Rudolf Stecher von der Firma LIDL 30 liebevoll verpackte Weihnachtsgeschenke von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seiner Firma überreichen. Die Wünsche bedürftiger Kinder wurden im Caritas-Zentrum Rottweil zusammengetragen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Firma LIDL haben daraufhin im Rahmen ihrer Weihnachtwunschaktion diese Geschenke besorgt und verpackt. In der Weihnachtswoche wurden diese über das Caritas-Zentrum Rottweil nun an die Kinder überreicht. Harald Fallert-Hepp bedankte sich im Namen der Kinder: „Eine schöne Aktion der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Firma LIDL! Ich wünsche mir, dass etwas von der Freude der Kinder auf die Schenkenden zurückstrahlt.“

Text: Harald Fallert-Hepp
Foto: Sebastian Sohn

 
Aktuelles aus Albstadt

22.12.2015

 
Caritas informiert
22.12.2015

Regionaltag der Caritas Schwarzwald-Alb-Donau in Bühlingen

Foto: Selina Bizer veranschaulicht eine "typische" Fluchtroute von Syrien bis nach Deutschland 

"Flucht und ihre Ursachen"

 

Am 17.11.2015 fand in Bühlingen bei Rottweil der Regionaltag der Caritas-Schwarzwald-Alb-Donau statt. Die Mitarbeiter/innen versammelten sich im Gemeindezentrum der Bühlinger St. Pelagius-Gemeinde um sich intensiv mit dem Thema „Flucht und ihre Ursachen“ auseinan-derzusetzen. Das Besondere dabei: Der Vortrag wurde gänzlich von den Mitarbeiter/innen der Caritas Schwarzwald-Alb-Donau gestaltet und vorgetragen.
Neben einer historischen und politischen Einführung in die Zusammenhänge der interreligiösen und geopolitischen Konflikte im Nahen- und Mittleren Osten, die eine Zeitspanne von Beginn des Osmanischen Reiches (1299) bis zu den Anschlägen in Paris (2015) umfasste (Sebastian Sohn), erstatteten Meggi Wimmer und Selina Bizer Bericht aus der Landeserstaufnahmestelle in Meßstetten und fütterten die theoretischen Überlegungen des ersten Teiles mit lebensnahen Beispielen aus der Praxis. Dabei kamen auch Videos, die von Flüchtlingen auf ihrer Reise nach Westeuropa mit dem Handy aufgenommen wurden, zum Einsatz. Regionalleiterin Manuela Mayer stellte dann das Grundverständnis des DiCV zu Flucht und Asyl vor, um auch hier die Mitarbeiter/innen auf den neuesten Stand zu bringen.
Die anschließende Diskussion im Plenum, Redebeiträge und Gespräche während der Pausen und nach der Veranstaltung ließen deutlich erkennen, wie wichtig das Thema „Flucht und Asyl“ für die Mitarbeiter/innen der Region zu sein scheint und wie viele Fragen bezüglich der Konfliktursachen und möglicher Lösungswege noch offen sind.


Text: Sebastian Sohn
Foto: Matthias Siegler 
 
 
Aktuelles aus der Region
14.11.2015

1 Million-Sterne Aktion

Caritas erinnert in Oberndorf an Landflucht in Bolivien

 

Am 14.11.2015 fand die diesjährige „1 Million-Sterne-Aktion“ der Caritas als bundesweites Gemeinschaftsprojekt statt. Überall in Deutschland zündeten Caritas-Mitarbeiter, Vertreter der Zivilgesellschaft  und Besucher zeitgleich Kerzen an, als Solidaritätsbekundung mit Menschen in Notsituationen. In diesem Jahr war der Fokus auf die Landflucht in Bolivien gerichtet. Die Caritas Region Schwarzwald-Alb-Donau leistete dazu Ihren Beitrag in Oberndorf auf dem Kirchplatz der Stadtpfarrkirche St. Michael. Bereits am Nachmittag stellten Mitarbeiterinnen  150 Kerzen auf, in Form eines Sternes mit anhängendem Schweif. Für die Besucher gab es zeitgleich heißen Punsch und selbstgebackene Kekse. Die Kerzen wurden bei Einbruch der Dunkelheit entzündet, tatkräftig unterstützt von Oberndorfs Bürgermeister Acker, und tauchten den Kirchplatz in ein stimmungsvolles, warmes Licht. Manuela Mayer, Regionalleiterin der Caritas Schwarzwald-Alb-Donau, berichtete  in Ihrer anschließenden Rede vor den versammelten Gästen von den Problemen in Bolivien, die aufgrund der aktuellen politischen und gesellschaftlichen Situation in Europa häufig in Vergessenheit geraten. „Es ist wichtig den Blick zu weiten, uns als eine Welt – mit ihren Wechselwirkungen- zu verstehen“, so Mayer. Armutsprostitution, schwerer Drogenmissbrauch, Kinderarbeit, Obdachlosigkeit und Gewalt gehören in Bolivien für viele Menschen zum Alltag und dürfen daher nicht vergessen werden. Sie rief dazu auf, Bolivien zu unterstützen, auch wenn der mediale Fokus gerade auf anderen Themen liegt und verwies auf die Arbeit von Caritas International, die im Bereich Landflucht in Bolivien wichtige Arbeit leistet.

Eine Möglichkeit für verschiedene Projekte von Caritas International zu spenden finden Sie hier 

Text & Fotos: Sebastian Sohn
 
Aktuelles aus Rottweil
14.09.2015

Damit alle Kinder einen guten Start haben

Aktion Schulranzen 2015 unterstützt Kinder aus armen Familien

 

Die Einschulung ist für jedes Kind ein großer Schritt in seinem jungen Leben. Für die Eltern ist er mit Freude und Stolz verbunden – aber auch mit hohen Kosten. Familien mit geringem Einkommen trifft es besonders hart. An sie richtet sich die Aktion Schulranzen von Caritas, Diakonie, Kinderschutzbund und dem Kinder- und Jugendreferat der Stadt Rottweil.

Die Ausrüstung eines Erstklässlers kann für Familien zu einer finanziellen Belastung werden. „Mit der Ausstattung einer Schultüte ist es beileibe nicht getan. Die Anschaffung eines Schulranzens mit allem was dazu gehört, ist mit enormen Kosten verbunden.“, so Christiane Bondzio von der Sozial- und Lebensberatung im Caritas-Zentrum Rottweil.

Familien, die Arbeitslosengeld II beziehen, und Geringverdiener mit Wohngeldbezug trifft dies besonders hart. Der Hartz IV-Regelsatz für ein Grundschulkind beträgt monatlich 267 Euro. Davon muss der Bedarf des Kindes an Kleidung, Lebensmitteln und sonstigen Dingen des Alltags gedeckt werden. Seit 2009 erhalten die Eltern zusätzlich eine einmalige Leistung von 100 Euro pro Schuljahr zur Deckung des Schulbedarfs. Davon werden 70 Euro zum 1. August und 30 Euro zum 1. Februar des folgenden Jahres ausgezahlt. „Ein einfacher Schulranzen kostet bereits 50 Euro. „Wenn dann noch Mäppchen, Stifte, Hefte, Bücher, Schere, Farben und die Ausrüstung für den Sportunterricht dazu kommen“, zählt Dominique Czako von der Diakonischen Grundstelle auf, „dann reicht das Geld nie.“

Um Kindern aus Familien mit geringen finanziellen Möglichkeiten eine Unterstützung zu geben, entstand daher im Jahr 2008 die Idee der Schulranzenaktion. Sie erhalten bei der Caritas einen Schulranzen und ein Starterset mit Mäppchen, Schreiblernstift und Farben. „Wir wollen dazu beitragen, dass alle Kinder die gleichen Startchancen haben.“, so Harald Fallert-Hepp, der Leiter des Caritas-Zentrums Rottweil.

Schulranzen und Startersets werden über Spenden finanziert.

INFO:
Spenden an Caritas Schwarzwald-Alb-Donau, Konto Nr. 132002 (BLZ 642500 40), Stichwort: „Schulranzenaktion“.

 
Caritas informiert
17.08.2015

Caritas und Diakonie in Baden-Württemberg unterstützen ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit

Praktische Informationen erleichtern bürgerliches Engagement

Stuttgart/Freiburg/Karlsruhe, 17. August 2015 - „Flüchtlinge begleiten – Informationen für Ehrenamtliche und Hauptamtliche in Baden-Württemberg“ – mit dieser neuen Handreichung unterstützen Caritas und Diakonie in Baden-Württemberg Flüchtlingsinitiativen, Helferkreise und weitere Ehren- und Hauptamtliche in ihrem Engagement für Flüchtlinge. In nahezu jeder Gemeinde und jedem Stadtteil in Baden-Württemberg engagieren sich viele Menschen für Asylsuchende und Flüchtlinge.

Das Engagement ist vielfältig: von Besuchen und Einladungen, Integration in Freizeitangebote, über die Unterstützung beim Deutsch-Lernen und Hausaufgabenhilfe bis zur Begleitung bei Behördengängen, der Unterstützung im Asylverfahren, bei der Suche nach Praktikums-, Ausbildungs- und Arbeitsplätzen oder nach einer passenden Wohnung … Auf über 50 Seiten vermittelt die Handreichung einfach und verständlich wichtige Grundinformationen, die notwendig sind, um Flüchtlinge professionell begleiten und unterstützen zu können. Das Themenspektrum reicht von der Darstellung des Asylverfahrens über Fördermaßnahmen bis zu Fragen der psychosozialen Begleitung traumatisierter Flüchtlinge. „Die Handreichung ist ein wichtiger Baustein im gesamten Einsatz der Kirchen und der Wohlfahrtsverbände zur Bewältigung der gesellschaftlichen Herausforderung, die die aktuelle Fluchtbewegung mit sich bringt“, so die vier kirchlichen Wohlfahrtsverbände.

Die beiden katholischen Diözesen und die beiden Evangelischen Landeskirchen in Baden-Württemberg haben neue Stellendeputate aus kirchlichen Mitteln zusätzlich eingerichtet, um in allen Stadt- und Landkreisen Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit noch gezielter unterstützen zu können. Die Handreichung wird ergänzt durch ein modulares Fortbildungskonzept mit Grundlagenschulungen zu wichtigen Fragen der Begleitung von Asylsuchenden. Die Schulungen, die teilweise durch die Kirchen und Verbände, teilweise über zusätzliche Projektmittel der Baden-Württemberg Stiftung bzw. dem Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU (AMIF) finanziert werden, werden in allen Regionen Baden-Württembergs angeboten.

Ehrenamtliche und Initiativen erhalten die Handreichung in den regionalen Flüchtlingsberatungs- und Koordinierungsstellen der Caritas und Diakonie sowie direkt bei den Diözesan-Caritasverbänden bzw. den Diakonischen Landesverbänden:

Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart Bestellung: eckelmann.m@caritas-dicvrs.de

Weitere Infos bei herrala@caritas-dicvrs.de

Caritasverband für die Erzdiözese Freiburg Bestellung, Download und weitere Infos: www.dicvfreiburg.caritas.de

Diakonie Baden Bestellung, Download: www.diakonie-baden.de/FluechtlingeBegleiten

Weitere Infos zu Flucht und Migration: www.ekiba.de/migration

Diakonie Württemberg Bestellung: migration@diakonie-wuerttemberg.de

Weitere Infos. www.diakonie-wuerttemberg.de/flucht-und-asyl

 
Landkreis Zollernalb, Rottweil und Tuttlingen
14.08.2015

Treffen der Diözesanräte in Balingen

Mehrere Personen sitzen vor einem Haus auf Stühlen an geschmückten Tischen und die Sonne scheint.(Foto: Caritas SAD)
 
Foto: v.l. Diözesanräte Frau Kathrin Villing, Frau Renate Hoppe, Herrn Norbert-Anton Schnee, Frau Karin Schmeh, Herrn Willy Braun, Frau Manuela Mayer Caritas Regionalleiterin.

Regionalleiterin Manuela Mayer lädt nach Balingen ein

Die Wohnungslosen- und die Flüchtlingsthematik standen im Mittelpunkt eines Treffens  der Diözesanräte aus den Landkreisen Zollernalb, Rottweil und Tuttlingen in Balingen.

Auf  Einladung der Caritas Schwarzwlad-Alb-Donau fand das Treffen im Jakobushaus - Caritaszentrum für Wohnungslose statt. Caritasleiterin Manuela Mayer stellte Jakobushaus und die dahinter stehende Konzeption vor und führte auch in die Jakobuskapelle auf dem Gelände der Einrichtung.
Die Diözesanräte, die zum großen Teil zum ersten Mal im Jakobushaus waren,  zeigten sich beeindruckt von der Arbeit, die hier geleistet wird. Stellvertretend sagte Anton Schnee aus Tuttlingen, dass der Besuch des Jakobushaus bestätigte, wie wichtig das kirchlich-karitative Engagement in diesem Bereich ist. Die Diözesanräte kamen vor Ort auch mit einem derzeitigen Bewohnern des Jakobushaus ins Gespräch, der sie spontan in sein Appartement einlud  und somit  einen kurzen Einblick in sein Leben bot. Manuela Mayer erläuterte, dass die  Aufnahme und Versorgung der Wohnungslosen Teil des kommunalen Versorgungsauftrages sei, „hier sind wir in enger Zusammenarbeit mit dem Landkreis und der Stadt Balingen“.

Die individuellen Problemlagen und Schicksale der Bewohner und Bewohnerinnen verlangen aber häufig ein mehr an Zuwendung und Unterstützung.   „unser Engagement fußt auf dem christlichen Menschenbild, dass jeder Mensch in seiner Individualität gewollt ist“ so Mayer.  Somit fließen auch kirchliche Mittel, über welche die Diözesanräte in ihrem ehrenamtlichen Diözesanamt mit entscheiden, und Spendengelder in diese Arbeit. Dankbar zeigte sich Mayer auch über das verlässliche Engagement des Freundeskreises  für Wohnungslose.
Beherrschendes Thema der Zusammenkunft aber war die Flüchtlingsproblematik, die auch die karitativen Organisationen vor neue Herausforderungen stellt.

Dies gilt speziell für die Caritas-Region Rottweil, Tuttlingen, Zollernalb mit einer der Landeserstaufnahmestellen in Messstetten. Hier leistet die Caritas schwarzwald-Alb-Donau zusammen mit der Diakonie und der Caritas Zollern die Verfahrens- und Sozialberatung für die ankommenden Flüchtlinge. Besonders Menschen mit besonderem Anfordernissen wie Schwangere, Kinder sowie behinderte oder traumatisierte Menschen profitieren von der lokalen Vernetzung der Caritas vor Ort. Aber auch die klassische Verfahrensberatung welche beinhaltet, die Flüchtlinge über den Ablauf ihres Asylverfahrens in Deutschland zu informieren, wird über Gruppenschulungen in unterschiedlichen Sprachen sichergestellt. Allerdings wurde die Kapazitäten in kurzer Zeit nicht nur erreicht, sondern weit überschritten. Derzeit leben schon  über 1700  Menschen in der LEA, was auch die Verfahrens- und Sozialberater an den Rand der Leistungsfähigkeit bringt.  Diözesanrat  Willy Braun als Mitglied des Finanzausschusses bei der Diözese, fragte gezielt auch nach dem eingerichteten Zweckerfüllungsfond der Diözese Rottenburg-Stuttgart für die Flüchtlingsarbeit. Manuela Mayer bekräftigte und begrüßte dieses hohe kirchliche Engagements explizit. Sie machte aber auch keinen Hehl daraus, dass sie  sich eine unkomplizierte  Antragsstellung wünschen würde.  „wir vor Ort sehen was gebraucht wird und dann sollte auch schnell gehandelt werden können“.
Ein grundsätzliches Problem, so die Caritas-Regionalleiterin, sei es, das vieles projektbezogen finanziert wird. Hier vermisst sie eine Nachhaltigkeit. Was nutzt es, so fragt Mayer, wenn ein  gutes Projekt nach zwei Jahren mangels Finanzierung wieder eingestampft werden muss.  Da mit karitativer Arbeit in aller Regel kein Geld verdient werden kann, ist es auch der Ausnahmefall, dass sich ein Projekt nach ein oder zwei Jahren selbst trägt.
Hier wünscht sich Mayer auch einen engeren Austausch mit der Wirtschaft und vertiefende Kontakte. Wie, so fragte Frau Karin Schmeh aus dem Dekanat Rottweil, können Caritas und Wirtschaft vor Ort enger und nachhaltiger kooperieren? Damit es nicht so sei, dass die eine Seite durch Spenden etc  nur nimmt, während die andere das Gefühl hat, nur zu geben? Frau Mayer  appellierte hier an die Wirtschaft, die Chancen in der Kooperation mit sozialen Einrichtungen zu sehen, Stichwort „soft siklls und Unternehmensethik“.
Mayer bedankte sich bei den Diözesanräten für ihr großes Interesse und die Bereitschaft gemeinsam   an den gesellschaftlichen Herausforderungen zu arbeiten.

 


 
Caritas international
07.07.2015

Caritasleiterin diskutiert mit

Foto: Kreissparkassen-Vorsitzenden Broda, Regionalleiterin Mayer, Dekan Koschar, Dekanatsreferent Mattes, Moderatorin Frank, Landrat Bär, Israfil Polat, Vertreter der muslimischen Gemeinde Tuttlingen, Dekan Berghaus.

Ordentlich besucht war die Podiumsdiskussion „Was glaubst Du denn?" im Rahmen des ökumenischen Kirchentags in Tuttlingen. Welche Bedeutung hat der Glaube im Alltag? Wie werden wir in unserem Glauben geprägt? Solchen Fragestellungen spürten die Teilnehmer auf dem Podium nach. Unter der Moderation von Sylvia Frank tauschten sich aus: Landrat Stefan Bär, der Vorstandvorsitzende der Kreissparkasse Tuttlingen, Lothar Broda, Israfil Polat, muslimische Gemeinde und Caritas-Regionalleiterin Manuela Mayer. 

Eine Gemeinsamkeit der Diskutanten wurde schnell deutlich. Sie alle waren sich darin einig, dass die Grundlagen für ihren Glauben in der Kindheit gelegt wurde. Die Erziehung und Sozialisation prägt auch die Einstellung zum Glauben – egal ob man Christ ist oder Muslim.

Deutlich wurde auch, dass Glaube heute für viele in unserer Gesellschaft nicht mehr zwingend bedeutet, sonntags in die Kirche zu gehen oder täglich zu beten.

Kreissparkassenchef Broda hob hervor, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen heute im Arbeitsalltag den Mitarbeitern ermöglichen würden, ihre Religion problemlos zu leben. Manuela Mayer setzte hier andere Akzente: unabhängig von der Rechtslage beinhaltet für sie das christliche Menschenbild eine nicht an Konfession oder Religion gebundene Toleranz.

 
Aktuelles aus Tuttlingen
10.06.2015

Caritas-Leo-Cup 2015 – Tuttlinger Jugendmannschaften zeigen großen Einsatz, Teamgeist und Fairness im Spiel um den Pokal

 
 Fotos: Andreas Budisky    Teilnehmer des Caritas-Leo-Cups 2015

Die Caritas-Kontaktstelle veranstalte in Kooperation und Unterstützung durch den Leo-Club Schwarzwald-Baar-Heuberg ein Fußballturnier, an dem unterschiedlichste Einrichtungen der Jugendarbeit aus Tuttlingen und dem Landkreis mit ihren Jugendmannschaften teilnahmen. Das Jugendkulturzentrum (JuKuZ) Tuttlingen beteiligte sich mit drei Mannschaften, Mutpol, die Albert-Schweitzer-Schule und die Caritas-Kontaktstelle nahmen mit jeweils zwei Mannschaften an dem Turnier teil. Jeweils eine Mannschaft schickte das Evangelische Jugendwerk Tuttlingen und das FEZA Kulturzentrum ins Rennen um den Siegerpokal. Von den insgesamt 12 Mannschaften gewannen in einem spannenden, heiß temperierten aber dennoch fairen und sportlich ansehnlichem Finale: die „Maze Runners" (JuKuZ) den ersten Platz, der „FC Schmelze 04" (Caritas-Kontaktstelle) den zweiten, das „Team-Rot" (Mutpol) den dritten und der „FC Palästina" (JuKuZ) den vierten Platz. Laut dem Veranstaltungsleiter Andreas Budisky (Caritas-Kontaktstelle) zählte der Caritas-Leo-Cup 2015 rund 120 Besucher, nebst den Bewohnern des Wohngebiets Schmelze, die bei dem Event als Zuschauer am Spielfeldrand oder von den Balkons der anliegenden Wohnhäuser aus mitfiebern konnten. Andreas Budisky von der Caritas-Kontaktstelle zeigte sich über die Zusammenarbeit der Tuttlinger Einrichtungen der Jugendarbeit sehr erfreut, die „geradezu vorbildlich verlaufen" sei. So half das Tuttlinger Stadtjugendreferat beim Auf- und Abbau der Veranstaltung und bei der Erstellung der Spielpläne, das Jugendkulturzentrum brachte Biertischgarnituren und eine Lautsprecheranlage mit; die Albert-Schweitzer-Schule bot vorsorglich ihre Turnhalle als alternativen Austragungsort bei Unwetter an. Die Jugendamt-Kooperation-Polizei (JuKoP) entsandte mit Herrn Klaus Grathwohl einen erfahrenen Schiedsrichter, der die Regeleinhaltung und die Fairness bei den Wettkämpfen garantierte. „Alles in allem ein buntes Gemeinschaftsprojekt Tuttlinger Einrichtungen der Jugendarbeit, bei dem nicht nur den Spielern, sondern auch den Zuschauern noch einmal eindrücklich die bunte Vielfalt an Jugendmilieus in Tuttlingen und deren kreatives, kameradschaftliches und sportliches Können vor Augen geführt werden konnte", so Andreas Budisky.



Autor: Andreas Budisky

 
Aktuelles aus Albstadt
31.04.2015

"Upcycling" – Aus Alt mach Neu

Bild 1: Elisa Alber fertigt eigenhändig eine Tragetasche aus Textilresten an.
Bild 2: Was für ein Ergebnis! Aus einem alten Kaffeesack wird eine einzigartige neue Tragetasche.

Caritas Schwarzwald-Alb-Donau wertet alte Textilien auf

Die Caritas Schwarzwald-Alb-Donau startet ein neues Projekt namens „Upcycling -Aus Alt mach Neu“. Aus nicht mehr genutzten Stoffen und Textilien werden neu gestaltete Produkt hergestellt. Im Rahmen des Dualen Studiums bei der Caritas Schwarzwald-Alb-Donau entwickelt Elisa Alber dieses Projekt, das mit einer kleinen Gruppe aus interessierten Ehrenamtlichen umgesetzt werden soll.

„Man benötigt keine bestimmten Vorkenntnisse, nur die Lust und gute Ideen am kreativen Gestalten und Nähen“, so Alber.

Die Ausstattung und Räume der Änderungsschneiderei in der Carmadio Boutique stehen für dieses Projekt zur Verfügung. Außerdem stehen viele hochwertige Textilien bereit, die durch Umarbeiten neu genutzt werden können. „Bei einem ersten Versuch haben wir aus dem Material einer kaputten Lederjacke eine schicke neue Lederhandtasche entstehen lassen können. Nach zwei Tagen fand die Lederhandtasche schon einen neuen Besitzer“, berichtet Matthias Siegler von der Caritas Schwarzwald-Alb-Donau über erste Erfolgserlebnisse.

Die Materialien und Stoffe sind Textilspenden der Carmadio Boutique, die in ihrem Zustand nicht mehr verwendet werden können. Darüber hinaus können unterschiedlichste Materialen genutzt und verarbeitet werden, der Kreativität sind somit keine Grenzen gesetzt. Die fertigen Produkte werden in der Carmadio Boutique und in Caritas-Shops verkauft.

Ziel des Projekts ist es, zu vermeiden, dass brauchbare Stoffe und Textilien weggeworfen werden. Durch das Upcycling werden Textilien nachhaltig wiederverwendet und aufgewertet und damit die Umwelt geschont.

 „Als katholische Einrichtung sehen wir uns in der Pflicht, die Schöpfung zu bewahren“, begründet Siegler das Engagement der Caritas Schwarzwald-Alb-Donau.

Das Projekt sucht aber dringend noch weitere Unterstützer und vor allem Ehrenamtliche und Interessierte, die bei der Umsetzung de Projekts helfen. In der Carmadio Boutique können alle Menschen mit viel und wenig Geld Kleidung zu vergünstigten Preisen einkaufen.

Die Öffnungszeiten sind montags bis freitags jeweils von 10.00-12.00 Uhr und 14.00-18.00 Uhr.

Es können sich jederzeit Personen melden, welche die Carmadio Boutique tatkräftig unterstützen möchten, ob als Spender oder Ehrenamtlicher.

Weitere Informationen bekommen Sie unter:

Carmadio Boutique, Bühlstr. 11, 72458 Albstadt-Ebingen.

Tel 07431/1347084 oder www.carmadio.de

Autor: Matthias Siegler